Dolotour Tag 5 - 12.06.2008

Heute ist Ruhetag - aber nur für die Moppeds! Daher findet unser gemeinsames Frühstück heute mal ne halbe Stunde später statt, danach setzen wir uns ins Auto und machen einen Touri-Tag.
Zuerst geht's nach Brixen, ein schönes altes Städtchen mit ein paar Gebäuden, die wir natürlich ganz touri-like sofort ablichten. Den ganzen Tag füllt ein solcher Stadtbummel natürlich nicht aus und so kommt Armin in den Sinn, den Brixener Hausberg "Plose" zu erklimmen.
OK, "erklimmen" ist natürlich zu viel gesagt, wir sitzen natürlich wieder im Auto und fahren einen Teil der Würzjoch-Passstrasse, auf der es dann einen Abzweig zur Plose gibt. An sich war dieser Streckenabschnitt für den zweiten Tourtag (natürlich mit dem Motorrad!) geplant, aber die Strecke war einfach zu lang für ein entspanntes Fahren und daher hatten wir sie aus der Tour ausgeklammert.
Der Plose ist auch gut 2.000 Meter hoch, man hat einen schönen Blick auf die umliegenden Bergriesen und sieht einen Teil der Würzjoch-Strecke, den wir ja schon einige Tage zuvor mit den Varaderos befahren haben. Wir lassen noch ein paar Mal die Kameras klicken und machen uns dann auf den Weg zurück nach Brixen und dann in Richtung Bozen.
Auf seiner Anreise nach Steinegg, die u. a. auch über die Brenner-Bundesstrasse führte, hatten wir vor Brixen eine auf Orchideen spezialisierte Gärtnerei entdeckt. Das war natürlich ein gefundenes Fressen für den erklärten Orchideen-Fan Brigitte und so haben wir uns diese Gärtnerei mal genauer angesehen. Ist schon toll, was es für Züchtungen gibt - auch als Orchideen-Laie sieht man dort viele nette Pflanzen. Brigitte entscheidet sich aber dafür, lieber keine Orchideen mitzunehmen, da sie nicht sicher ist, ob diese die doch recht lange Rückreise unbeschadet überstehen würden.
Adelinde (die Chefin unserer Pension in Steinegg) gab uns noch den Tipp, uns das auf dem Weg liegende Städtchen Klausen anzusehen, was wir dann auch gemacht haben. Zeit hatten wir ja genug, mal so ganz ohne den "Motorradurlaubsstress" .
Also haben wir während der Mittagszeit eine Runde durch den Ort mit vielen (geschlossenenen ) Geschäften gedreht und dann einen Cappucchino getrunken. Irgendwie haben wir nicht bemerkt, dass sich Klausen doch recht lang durchs Eisacktal zieht und so haben wir - in der Annahme, das "Ende" des Orts erreicht zu haben - den Rückweg zum Auto angetreten.
An der Imbissbude am Parkplatz noch kurz gestärkt und zurück ging's nach Steinegg. Auf dem Weg bemerkten wir dann, dass Klausen doch erheblich grösser ist als wir vermutet hatten - aber auf einen nochmaligen Abstecher hatten wir alle keine Lust mehr.
Noch kurz ein paar Liter Diesel ins Auto geschüttet - muss ja nur für den Heimweg bis Österreich reichen, denn dort ist der Sprit doch etwas günstiger als in Italien - und dann die Kehren hoch nach Steinegg, wo wir dann den Tag in der Pension Berghang ausklingen liessen.