Dolotour Tag 6 - 13.06.2008


Sellarunde Spezial

Was für ein Wetter, es regnet wie aus Kübeln! Das Wetter, das eigentlich für gestern angesagt war (und in keinster Weise eingetreten ist!), ist nun heute da!
Der Entschluss, heute erstmal die Motorräder in der Tiefgarage stehen zu lassen, ist schnell getroffen. Also hocken wir uns wieder ins Auto, 15 Kehren runter, ab nach Bozen!

Auf dem Weg sind die Scheibenwischer zunächst im Dauerlauf, je näher wir Bozen kommen, umso weniger wird der Regen. Kaum sind wir aus den Parkhaus-Katakomben entflohen, schon ist es trocken und relativ warm! Unglaublich, bei dem Wetter kann man doch eigentlich auf's Mopped steigen!?!?

Gegen 10.30 Uhr haben wir die Nase vom Bummeln voll, es juckt schon wieder in der Gashand. Also eiligst das ein oder andere Souvenir eingepackt, Auto aus dem Parkhaus geholt und zügig nach Steinegg zurück! Während der Rückfahrt gab's nicht einen Regentropfen, man konnte die Berggipfel schon wieder sehen, da sich die Regenwolken verzogen hatten. In den höheren Lagen hat's offenbar sogar leichten Schneefall gegeben - naja, die Strassen werden wohl frei sein. So ging es recht flott, bis wir nach Ankunft in Steinegg unsere Motorradkleidung angezogen hatten und auf den Varaderos hockten.

Zur Sellagruppe kommt man von Steinegg aus am Schnellsten durch das Fassatal. Wir sind also "oben" aus Steinegg herausgefahren und nahmen Kurs auf Karneid, um dann Richtung Welschnofen abzubiegen. Von dort aus fuhren wir über den hinreichend bekannten Karerpass und weiter zum Fedaiapass. Es war gemessen an den Vortagen recht kühl, was aber den Foto-Möglichkeiten sehr zuträglich war Smiley Daher legten wir am Fedaiapass erstmal eine ausgiebige Fotopause ein und machten die Fotos, die einige Tage zuvor nicht möglich waren. Uns ist jetzt zumindest klar, woher der Spruch "reinigendes Gewitter" kommen muss.

Auf der Weiterfahrt blieb die Sottoguda-Schlucht abermals unbeachtet und so erreichten wir zügig den Passo Falzarego. Eine Rast haben wir dann aber erst kurz vor Erreichen des Gasthauses am Passo Valparola gemacht - ein menschenleerer Parkplatz, teils noch schneebedeckt und eine atemberaubende Kulisse von mit Schnee bestäubten Bergriesen - und wir samt unseren Varaderos mittendrin.

Das Gasthaus sah sehr einladend aus und es war im Gegensatz zu draussen (8° C) warm. So machten wir dort einen Kaffeestopp. Wir haben uns kaum noch eingekriegt, als er den ersten Bissen des hausgemachten Apfelstrudels im Mund hatte! Seiner Meinung nach der beste Apfelstrudel, den wir bislang in den Dolomiten bekommen hat... für uns ist also das Gasthaus am Valparola bei künftigen Touren immer ein Pflichtstopp - allein wegen des Apfelstrudels

Weiter ging's dann über Badia und Corvara über das Grödnerjoch. Hier war richtig was los, angefangen von den lebensmüden, weil auf der Ideallinie mit 80 km/h entgegenkommenen Rennradfahrern bis hin zu Motorradfahrern aus vielen Ecken Europas. Nur die unsäglichen Wohnmobile, die offenbar auch jedwede Passhöhe erklimmen müssen, blieben uns diesmal erspart.

Wir schwingen uns wieder auf die Varas und fuhren über das Sellajoch weiter. Wir folgten der Südrampe des Sellajochs bis nach Canazei und fuhren das schon von der Hinfahrt bekannte Fassatal bis nach Vigo di Fassa, wo wir dann wieder auf den Karerpass einbogen, der uns über Welschnofen und Karneid wieder nach Steinegg zurückbrachte.

Da am nächsten Tag unser Urlaub zuende ging und die Rückreise nach Deutschland anstand , haben wir noch die Motorräder auf den Anhänger verladen (vielen Dank für die Unterstützung an die beiden Jungs der "Tourenfahrer"-Gruppe!). Danach noch flugs unter die Dusche und dann gab's schon das für uns in diesem Jahr letzte Abendessen in der Pension Berghang.

Länge: ca. 190 km